Teil 12: Female Founders (mit Alma Spribille, WEtell)

Shownotes

Frauen gründen seltener Unternehmen als Männer – in Deutschland wie international. Hierzulande liegt ihr Anteil bei Start-up-Gründungen unter 20 Prozent, bei Existenzgründungen insgesamt bei knapp 35 Prozent. In dieser Folge von „Die AnStifter – Eine Welt. Viele Wege.“ sprechen wir mit zwei Gründerinnen aus Simbabwe und Deutschland über ihre Gründungsgeschichten, Herausforderungen und Erfolge. Was hat sie trotz schwieriger Ausgangsbedingungen dazu bewegt, ein Unternehmen zu gründen, und was treibt sie bis heute an? Außerdem geht es um die Ursachen für die ungleiche Verteilung und darum, wie Unternehmer*innentum gesellschaftlichen Wandel und Nachhaltigkeit fördern kann.

Zu hören sind Namatai Kwekweza, Menschenrechtlerin und Gründerin der Jugendorganisation WELEAD in Simbabwe, die für ihr Engagement bereits mit dem Deutschen Afrikapreis ausgezeichnet wurde. Außerdem ist Alma Spribille im Interview zu Gast. Spribille ist Mitgründerin des nachhaltigen Mobilfunkanbieters WEtell.

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Informationen dazu, wie entwicklungspolitisches Engagement außerdem aussehen kann, finden Sie hier. Diese Folge ist die sechste Folge der zweiten Staffel der Podcastreihe „Die AnStifter – Eine Welt. Viele Wege.“ Ein Podcast der Servicestelle für Stiftungen und Philanthropie von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Produziert wird der Podcast vom Studio ZX, einem Unternehmen des ZEIT Verlags.

Weiterführende Informationen:

Transkript anzeigen

00:00:05: Das ist Namathai Kwikwesa.

00:00:18: Sie ist Menschenrechtlerin und Gründerin von Welead Africa, einer Jugendorganisation aus Zimbabwe im Süden Afrikas.

00:00:28: Gegründet hat Kwikwaysa die Organisation mit gerade einmal achtzehn Jahren.

00:00:33: Heute, knapp neun Jahre später erreicht ihre Arbeit hunderttausende junge Menschen.

00:00:38: Für ihr Engagement wurde Quirqueza unter anderem mit dem deutschen Afrika-Pice ausgezeichnet.

00:00:52: Wir haben mit Welead innerhalb von neun Jahren das Leben von so vielen Menschen berührt.

00:00:57: Einige von ihnen haben eigene Organisationen gegründet oder leiten eigene Projekte.

00:01:01: Daran merke ich, Welead ist ein Katalysator für die Handlungsfähigkeit junger

00:01:11: Menschen.

00:01:23: Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Entwicklungen von Führungskompetenzen für junge Menschen.

00:01:28: Und das, was wir HDG Labs nennen – das sind Initiativen in denen wir die Themen menschenrechte Demokratie und Regierungsführungen bearbeiten.

00:01:37: Wir konzentrieren uns außerdem auf die Wirtschaft der Zukunft.

00:01:40: Dabei bauen wir die Kompetenz junger Menschen so aus dass sie sich an der Wirtschaft beteiligen und ihren eigenen Lebensunterhalt sichern können.

00:01:48: Ein weiterer Schwerpunkt ist Klima- und Umweltgerechtigkeit.

00:01:52: Und der letzte Schwer Punkt ist

00:01:53: Zivilechnologie.".

00:01:55: Dass Cuequesa sich für gesellschaftlichen Wandel einsetzt, hat auch viel mit dem Land Simba Point zu tun, in dem sie aufgewachsen ist.

00:02:03: Cueca ist sehr stolz auf ihre Herkunft, erzählt sie – doch die koloniale Vergangenheit politische Misswirtschaft, institutionelle Schwächen und wirtschaftliche Krisen würden die Geschichte des Landes und den Alltag vieler Menschen prägen.

00:02:23: Ich würde sagen, dass dem Babwe eines der schönsten Länder der Welt ist.

00:02:27: Und ich denke hier leben einige der beeindruckendsten Menschen der Welt.

00:02:31: Wir hatten einfach sehr viel Pech mit unseren Regierungen und der politischen Führung.

00:02:36: Und diese Angriffe, die wir ausgesetzt sind und waren, zeigen wie weit Länder in eine Abwärtsspirale geraten

00:02:44: können.".

00:02:44: Damit meine ich die systemischen und strukturellen Angriffe, denen wir als gewöhnliche Menschen in Zimbabwe durch das politische Regime ausgesetzt sind.

00:03:01: Für viele Menschen in zimbabwae sind selbst grundlegende Dinge, die anderswo selbstverständlich erscheinen keine verlässliche Realität, berichtet Aktivistin Kwikwesa.

00:03:17: Menschen aus dem Babwe, wie ich die zur Gen-Sie gehören haben noch nie wirklich in einem funktionierenden Land gelebt.

00:03:23: Wir haben noch nicht ein Land erlebt indem die Währung funktioniert oder in dem tatsächlich einen Bus pünktlich kommt.

00:03:30: und die noch jüngere Generation Alpha tut mir auch leid.

00:03:33: einige junge Leute leben in Städten und sie haben trotzdem noch nie Wasser aus einem Wasserhahn fließen sehen.

00:03:39: Dieser Zustand und die schlechten politischen Entscheidungen, die dahin geführt haben.

00:03:44: Und die allein aus politischem Kalkül- und zum Machterhalt getroffen wurden?

00:03:48: Die sind einfach erschütternd und unglaublich!

00:03:50: Das

00:03:50: Ausmaß an Missmanagement ist Beispiele.

00:03:59: Wie wird man in einem solchen Umfeld zugründeren?

00:04:02: Quickacer sagt sie sei schon als Kind sensibel für Ungerechtigkeiten gewesen.

00:04:07: Ihre Mutter, die sie allein großgezogen hat, habe sie dann in ihrer Wahrnehmung noch bestärkt.

00:04:13: Auch die wirtschaftlichen Krisen im Land – besonders die Finanzkrise, oder etwa der plötzliche Jobverlust ihrer Mutter – prägten sie, sagt Mia Cuqueza.

00:04:26: Ich würde

00:04:27: argumentieren dass man hier in Simbap für grundsätzlich sehr viel Widrigkeiten und Ungerechtigkeit ausgesetzt ist Und ich glaube, dass die Art und Weise wie Menschen auf diese Ungerechtigkeit in ihrem Umfeld reagieren von mehreren Faktoren abhängt.

00:04:40: Etwa von Ereignissen, die ihr Gerechtigkeitsempfinden und auch ihren moralischen Kompass erschüttern.

00:04:53: Ihr Einsatz für politische Teilhabe- und Gleichberechtigung stieß immer wieder auf Gegenwehr.

00:04:58: Quirqueza erzählt mir von ihrer Verhaftung von staatlichen Repressionen und Einschüchterungsversuchen.

00:05:05: Aber ihr Antrieb bleibt ungebrochen, so ist eine Organisation entstanden die heute junge Menschen weit über ihren ursprünglichen Wirkungskreis hinaus erreicht und stärkt.

00:05:20: Auf einer unserer zentralen Stärken sind wir besonders stolz unsere Fähigkeit Führungspersönlichkeiten zu entwickeln.

00:05:27: Wir nutzen das sogenannte ISERVE-Führungsmodell Und an diese Wirkung glaube ich.

00:05:32: Unser Leitgedanke lautet, we lead everywhere!

00:05:36: Man kann überall führend sein, wenn man die richtigen Persönlichkeiten dafür entwickelt.

00:05:41: Einige der jungen Menschen, die wir geschult haben, haben eigene Organisationen gegründet.

00:05:45: Einigere andere haben sich später für öffentliche Ämter zur Wahl gestellt und tatsächlich Wahlen gewonnen.

00:05:51: Wieder andere haben über den Rechtsweg ein öffentliches Amt übernommen.

00:05:54: Und einige dieser junge Menschen arbeiten inzwischen als unsere Trainerinnen und

00:05:58: Trainer.".

00:06:03: Die Organisation setzt dabei auch auf einen feministischen Ansatz.

00:06:06: Der stehende Machtverhältnisse und geschlechter Rollen hinterfragt.

00:06:10: Que Cuesa, die mittlerweile neunundzwanzig ist hat für ihre Organisation noch viele weitere Pläne unter anderem Zentren für Jugendführung und ein Demokratiezentrum in Botswana.

00:06:21: Es geht ihr darum ein dauerhaftes Fundament physische Orte für gesellschaftlichen Wandel zu gestalten.

00:06:28: Quick Wayser versucht herauszufinden, was passiert wenn der Umgang mit jungen Menschen einem neuen Ansatz folgt.

00:06:34: Darin steckt auch eine Forderung an Politik-, Institution- und internationale Geldgeber.

00:06:43: Was passiert, wenn Institutionen, Diplomaten, Länder, Staaten und Nationen in junge Menschen investieren?

00:06:49: Und sie glauben noch bevor diese sich bewiesen haben!

00:06:52: Wie oft kommt es vor, dass eine achtzehnjährige eine Organisation gründet, sie aufbaut und wachsen lässt?

00:06:57: So wie das bei mir war.

00:06:59: Und warum sollte sie nicht vierzig Jahre später immer noch bestehen und weiterhin etwas bewirken – und ich glaube, dass ich und meine Organisation als eine Art Beweis dafür dienen, dass so was eben möglich ist.

00:07:10: Also hört auf uns zu sagen, dass junge Menschen das nicht können!

00:07:14: Sie können nicht in einem dauerhaften Zustand der Unmündigkeit gehalten.

00:07:19: Die Gründerin fordert außerdem einen anderen Blick auf internationale Zusammenarbeit, besonders auf das Verhältnis zwischen Afrika und Europa.

00:07:27: Statt einseitiger Hilfsangebote des globalen Nordens brauche es Partnerschaften – Auf Augenhöhe!

00:07:33: In denen beide Seiten ihre Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen können.

00:07:41: Es ist fast so, als würde man fragen wie können wir euch helfen statt?

00:07:44: Wie können wir eine Partnerschaft eingehen oder?

00:07:47: Die Sprache muss sich ändern.

00:07:48: Wir sollten fragen, wie können we zusammenarbeiten?

00:07:51: Oder Europa könnte sogar Afrika fragen – wie könnt ihr uns helfen?

00:07:55: Wir müssen verändern, wie wir uns selbst sehen und gegenseitig sehen.

00:08:00: Und auch hier setzt sie ihre Hoffnung besonders auf junge Menschen.

00:08:06: Viele Ungerechtigkeiten sind durch die Geschichte tiefer wurzelt.

00:08:09: Aber ich sehe eine Generation, nicht nur in Afrika sondern auch in Europa, die möchte das Dinge anders aussehen.

00:08:20: Geschichten wie die von Namathai Kwikwesa sind immer noch keine Selbstverständlichkeit.

00:08:26: Denn Frauen gründen und das gilt international viel seltener Unternehmen als Männerstum.

00:08:32: Auch in Deutschland sind Frauen bei der Unternehmensgründung deutlich unterrepräsentiert.

00:08:37: Speziell bei Startupgründung liegt ihr Anteil sogar unter zwanzig Prozent.

00:08:42: Bei Existenzgründungen insgesamt unter vierzig Prozent.

00:08:46: Als Gründe nennt etwa die Bertelsmann-Stiftung,

00:08:48: u.a.,

00:08:49: einen erschwerten Zugang zu Finanzierung – Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie fehlende Vorbilder.

00:09:03: Um zwei solcher Vorbildern geht es deswegen in dieser Folge.

00:09:07: Ein Vorbild namataeque quesa aus dem Bapfe haben wir gerade gehört Und ein weiteres stellen wir gleich noch ausführlicher im Interview vor.

00:09:15: Die Gründerin Alma Spribille, aus Deutschland Das ist die Anstifte Eine Welt viele Wege.

00:09:26: In diesem Podcast beleuchten wir weltweite Herausforderungen, erklären globale Zusammenhänge dahinter und zeigen Lösungen auf.

00:09:32: Wir sprechen dafür in jeder Folge mit Menschen, die sich für genau diese Lösung einsetzen Expertinnen, Philanthropinen StifterInnen Engagierte und Aktivistinnen Mit Anstiftern hier.

00:09:50: Ich bin Jonas Ross und das ist Folge zwölf, Female Founders!

00:10:02: Ich spreche in dieser Folge mit Alma Spribille.

00:10:05: Zwei-tausend neunzehn hat sie mit zwei Partnern den nachhaltigen Mobilfunkanbieter Weetel gegründet bei dem sie seitdem als Geschäftsführerin tätig ist.

00:10:14: Parallel dazu engagiert sie sich als Botschafterin der Gemeinwohlökonomie und ist Vorständen im Bundesverband nachhaltige Wirtschaft.

00:10:22: Vor der Gründung von Weetel war Spribille zwölf Jahre lang in der Solarzellenforschung am Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme

00:10:30: tätig.

00:10:31: Studiert hat sie Energie und Umweltmanagement, wie Sie auf die Idee kamen ein Unternehmen zu gründen welche Hürden sie auf dem Weg gemeistert hat, wie sie aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen mit Blick auf Geschlechtergerechtigkeit bewertet und was sich ändern muss damit mehr Frauen in Führung kommen.

00:10:51: darum Geht es jetzt?

00:10:57: Lieber einmal herzlich willkommen bei die Anstifter.

00:10:59: Schön, dass du da bist.

00:11:00: Vielen Dank für die Einladung!

00:11:01: Vielleicht zu Beginn einmal der Blick auf dich... Du bist heute Geschäftsführerin von WeTail und vielleicht um das mal nachzuzeichnen weil das ja auch das Thema ist über das wir heute sprechen wollen wie sah dein Weg dahin aus?

00:11:16: und vielleicht kannst du's ja sogar an Momenten festmachen, an Entscheidungen fest machen die so Ausschlag geben waren dafür, dass du heute in dieser Position bist.

00:11:26: Ich glaube ein tatsächlich entscheidender Moment in meinem Leben war als ich zwischen acht und zehn gelernt habe das alle Bäume nur von Sonnenenergie wachsen und ich total fasziniert war und dachte wenn der ganze Wald aus Sonnenergie gewachsen ist dann müssen noch die Menschen diese Sonnen-Energie benutzen.

00:11:41: also ich größer geworden bin hab' ich verstanden dir machen das schon?

00:11:43: Solarzellen gibt es!

00:11:45: Und ab und auch relativ konsequent.

00:11:47: energieren umwelten Mensch-Mensch studiert also Wirtschaftsingenieurwesen mit einem ... Fokus auf erneuerbare Energien- und Klimafolgenforschung.

00:11:54: Und habe danach, bin ich dieser Leidenschaft gefolgt... ...und hab zwölf Jahre lang Solarzellenforschungen bei Fraunhofer gemacht hier in Freiburg,... ...weil ich eben einen Beitrag zur Energiewende leisten wollte und dachte, das ist doch magisch!

00:12:06: Die Sonne ist für alle Energieverantwortliche die wir auf der Welt kennen.

00:12:12: Auch Öl ist ja eine Wirklichkeit so was wie gespeicherte Sonnenenergie durch Pflanzen.

00:12:17: Und das war nicht so fasziniert, dass ich dazu einen Beitrag leisten wollte.

00:12:20: Ich dachte, das geht doch viel eleganter!

00:12:21: Wir können es ja direkt umwandeln und habe deswegen eben zwölf Jahre lang Solarzellen-Forschung gemacht und war dann da auch eine ganze Zeit lang sehr glücklich.

00:12:29: aber irgendwann habe ich gemerkt Forschung ist halt schon noch sehr theoretisch.

00:12:34: also man entwickelt neue Solarzeilen, man macht sie effizienter aber ob Sie wirklich auf Hausdächer kommen oder damit Anlagen gebaut werden und sich wirklich was ändert hab ich nicht in der Hand weil meistens messet die Solarzellen, schreibt ein Paper veröffentlicht das auf der Konferenz und dann kommen die Orden bisschen Schachteln gepackt in Keller weil es sind ja alles Steuergelder die man da benutzt oder vieles.

00:12:54: Oder habe ich gemerkt dass reicht nicht für meine Selbstwirksamkeit hat mich parallel passen zu diesem Podcast bei Ingenieuren ohne Grenzen engagiert.

00:13:02: also so wie Herz ohne Grenze kennt sicher alle.

00:13:04: das gibt's auch für Ingeniöre.

00:13:06: da engagiert man sich zum Beispiel Solaranlagen im globalen Süden.

00:13:10: oder wir haben in der Clownschule in Nicaragua zusammengearbeitet.

00:13:13: Oder auch technische Deutschkurse für Geflüchtete gemacht, das war dann halt klassische Vereinsarbeit hat mir nicht gereicht.

00:13:25: und dann habe ich mit Freunden zusammen irgendwann beschlossen Wir wollen die ganze Energie, die wir sonst in die Arbeit stecken rein in diesen guten Zweck, also eine Sinnhaftigkeit in der Veränderung gestecken.

00:13:36: Nicht nur im Verein und ich meine Solazientforschung ist definitiv die gute Seite der Macht.

00:13:41: Das ist jetzt nicht falsch zu verstehen aber ich hatte das Gefühl ich kann mehr erreichen wenn wir ein eigenes Unternehmen haben weil wir dann führen Unternehmensprech mal keine Lobbyarbeit machen sich einmischen öffentlich-politisch.

00:13:52: Und genau insofern ganz aus diesem Drang mehr erreichen zu können mehr beitragen zu können haben wir ein Unternehmen gegründet und dass es retail und davon bin ich Geschäftsführerin.

00:14:00: Im Grunde ist das natürlich schon der Anstoß.

00:14:02: Das ist nämlich immer die Startkategorie, die wir im Podcast haben.

00:14:07: Der

00:14:08: Anstoos Dein persönlicher Anstoas, deine Beweggründe hast du jetzt ja schon ganz gut dargelegt.

00:14:16: aber vielleicht noch mal konkrete.

00:14:17: auch die Frage.

00:14:19: Ein Unternehmen unterliegt ja meistens wirtschaftlichen Zwingen oder einer wirtschaftliche Idee.

00:14:25: Wie würdest Du sagen wo liegt er?

00:14:27: Anstoß bei dir darin, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung zusammenbringen zu wollen.

00:14:33: Also es ist ja muss man vielleicht auch leider hinzufügen kein Automatismus das ein Unternehmensgründung auch mit diesem Gemeinwohl Gedanken oder mit einem gesellschaftlichen Wohlgedanken einhergeht.

00:14:43: wo läuft das für dich zusammen?

00:14:45: wie kommt dass das sozusagen als automatismus zusammen lief?

00:14:48: Ich würde sagen, und es ist mir ganz bewusst, dass das normalerweise nicht zusammenläuft.

00:14:51: In den letzten Jahren, als wir das erste Mal über die Idee nachgedacht haben, da war das Paris Agreement noch total präsent von der Kopf mit dem ein bis zwei Grad Ziel.

00:15:06: Und was aber auch gleichzeitig klar war, ist, Pikemissionen design dürfen, also um die Trendwende zu schaffen.

00:15:15: Um erst den Kapitalismus abzuschaffen oder so anzupassen dass er Gemeingüter wie saubere Luft aber auch Trinkwasser Biodiversität ausreichend berücksichtigt.

00:15:25: Aber wir gesagt haben Wir können nicht das System so schnell anfassen.

00:15:29: dafür ist einfach keine Zeit mehr.

00:15:30: Das heißt wir müssen innerhalb des bestehenden Systems Kapitalismus ist das größte System, was wir kennen.

00:15:36: Ich würde sagen, ob Demokratie oder nicht.

00:15:38: Kapitalismus ist am weitesten verbreitet auf der ganzen Welt.

00:15:42: Wir müssen innerhalb dessen eine Methodik finden wie man das ordentlich umsetzen kann und deswegen haben wir gesagt gründende GNBH die aber im sogenannten Verantwortungseigentum ist also keine Gewinne privatisieren können nicht verkauft werden kann wo die Stimmrechte immer bei Mitarbeitenden liegen.

00:15:58: Also ich meine, auch verlieren würde wenn ich gehe zum Beispiel.

00:16:01: Weil man damit innerhalb dieses kapitalistischen Systems also eine GmbH ist per se per Gesetz dazu verpflichtet Gewinn Bestrebungen zu haben weil das ein Unternehmen aber niemand sagt dass diese Gewinne privatisiert werden müssen was ja im Moment gängig ist.

00:16:15: Man kann die auch nicht privatisieren sondern zreckgebunden lassen und das haben wir gemacht.

00:16:20: und ich finde dieser Ansatz dass wir nicht das System per se revolutionieren können um das Klima zu retten und alles, was damit zusammenhängt.

00:16:29: Das war glaube ich der entscheidende Punkt für uns.

00:16:31: Ich finde es ein super wichtigen und super spannender Aspekt weil wir in den Folgen immer wieder darüber gesprochen haben dass es am Ende sehr viel darauf ankommt, dass unternehmerisches Wirken auch einen großen Einfluss haben wird darauf wie wir es schaffen bestimmte Transformationsprozesse hinzukriegen und auch gesellschaftlich vielleicht höheres Gemeinwohl zu gewinnen.

00:16:51: Und ich finde es so spannend daran, dass du jetzt natürlich ein Beispiel nennst was wo man sieht.

00:16:55: Es braucht gar nicht den System Change um einen eigenen anderen Angang zu wählen.

00:17:00: also ich glaube das ist häufig die Ausrede innerhalb eines Unternehmens es rechnet sich nicht oder es ist einfach nicht vorgesehen dass diese ich sage mal diese Beteiligung auch innerhalb eines unternehmendes Prozesses liegt.

00:17:12: und das zeigt ja man kann auch wie Du selbst sagst eine innerhalb eines bestehenden Systems Änderungen vornehmen und anpassen.

00:17:20: Das zeigt's glaube ich sehr gut.

00:17:22: Kommen wir mal auf das Thema der Folge und zwar bist du ja, man kann sagen vielleicht weniger noch als noch vor zwanzig Jahren aber auch nach wie vor eine Ausnahme denn laut KfW liegt der Gründungsanteil zu thirty-five Prozent bei Frauen in Deutschland?

00:17:37: Und dann die ganz plumpe Frage an dich was denkst Du woran es liegt?

00:17:43: Ich denke da gibt es verschiedene Faktoren.

00:17:45: einerseits ist es einfach so dass der Gesellschaft, so wie sie funktioniert mit Familiengründung, ihr Gartensplitting.

00:17:52: Also man ist steuerlich benachteiligt normalerweise und Frauen sind statistisch ein Junge in den Beziehungen.

00:17:56: Männer sind etwas älter damit normalerweise weiter im Berufsleben.

00:18:00: Damit verdienen Sie meistens mehr.

00:18:02: zu dem machen Sie auf das Jobs die gut bezahlt sind.

00:18:05: da hängt so viel hinten dran dass es steuerliche einfach oft nicht so viel Sinn ergibt für Frauen Vollzeit zu arbeiten.

00:18:12: Das sind schon so Rahmenbedingungen, die insgesamt einfach für die Werbstätigkeit nicht so gut sind und Gründen ist ja nochmal sehr risikobasiert.

00:18:22: Diese Altersphase, in der man das Wahrscheinlichsten machen würde, sind zu die Dreißiger.

00:18:26: Man hat schon was gearbeitet aber man traut sich auch etwas zu und es ist noch sehr viel Zeit vorein und man will noch unbedingt vielleicht Veränderungen bewirken.

00:18:33: oder diese Energie ist auch die Phase der Familiengründung.

00:18:36: normalerweise und alles gleichzeitig geht für viele Menschen einfach immer noch nicht bei der Betreuungssituation in Deutschland bzw.. dann wird halt der Fokus auf die Kinder gelegt, was ja total in Ordnung ist.

00:18:47: Aber natürlich ist der Anspruch sehr hoch ein Unternehmen zu gründen und gleichzeitig Kinder großzuziehen aktive Rolle zu spielen.

00:18:52: Das ist einfach ein großer Anspruch.

00:18:54: Ich glaube das ist strukturell immer noch schwieriger für Frauen und vielleicht sind tatsächlich Frauen etwas weniger Risikoaffine als Männer.

00:19:02: ob das wirklich stimmt weiß ich nicht.

00:19:03: Vielleicht ist auch eine gesellschaftlich struktuelle Sache?

00:19:06: Ich nehme es immer mal wieder so wahr dass Frauen Gewissheit manchmal lieber mögen aber ich bin mir nicht sicher ob das biologisch begründet ist oder einfach auch eine Prägung von der Gesellschaft.

00:19:17: Es ist auch so, dass wenig Wagniskapital in Frauen fließt also weil Investoren das muss man meistens nicht gendern.

00:19:23: Also es gibt natürlich ein paar Investoren und was meiste sind Investoren.

00:19:27: Also Venture Capital wird oft von Männern bestimmt und alle Menschen sind geneigt, Menschen die ihnen ähnlich sind können sie besser verstehen.

00:19:34: dazu gehört Religion Hautfarbe Geschlecht alles.

00:19:36: wir können ja einfach besser einschätzen den eher Geld zu geben.

00:19:41: Und wenn hauptsächlich Männer über das Kapital verfügen, ist es einfach statistisch so dass auch mehr Männer Geld bekommen oder Männer mehr Geld bekommen für Gründung.

00:19:49: Das ist in Deutschland ganz extrem so, dass dieses Kapital bei Männern liegt und auch vorrangig an Männer ausgegeben wird vielmehr noch als Gründungen sind glaube ich über neunzig Prozent des Venture Capital.

00:19:59: zu Deutschland fließt ein männliche Gründer und das kann man fast nicht ausgleichen als Frau und das ist auch einfach frustrierend glaub ich für viele Frauen.

00:20:06: wir hatten jetzt diesen Fall bei uns selber gar nicht so aber ich kenn's von Kolleginnen schon auch, dass es das auch rein männliche Jury sind zum Beispiel wo einfach andere Diskussionen geführt werden.

00:20:18: Ja ist ein interessanter Punkt.

00:20:20: was du ja auf jeden Fall ansprichst ist ja definitiv schon mal dass die systemische Grundlage des Frauen auch in dieser Position kommen nicht so gegebenes wie sie sein müsste um da wirklich eine Parität zu schaffen.

00:20:31: also Kita-Plätze oder die Versorgung von Kindern, oder die Unterstützung auch für Frauen ist einfach nicht in dem Maße da.

00:20:37: Und auf der anderen Seite, das höre ich natürlich auch raus, braucht es ja auch von den Männern ein Umdenken weil sie in bestimmten Positionen sind.

00:20:46: müssen Sie bestimmte Positionen ja eigentlich auch?

00:20:49: oder zulassen dass systemisch andere Positionen freier werden und in Zweifel ganz simpel auch mehr Verantwortung übernehmen für Kinder?

00:20:59: systemisch, dass das individuell passiert völlig klar.

00:21:01: Siehst du selbst denn ein Trend vielleicht in so einem unternehmerischen Umfeld?

00:21:06: Dass Frauen tatsächlich diesen Trade-off sehen also, dass es als trade off gesehen wird zwischen Familie oder Führung ist das auch.

00:21:13: Zwei tausend sechsten zwanzig in deiner persönlichen Wahrnehmung quasi der Stand der Dinge.

00:21:17: Ich

00:21:17: fürchte ja!

00:21:18: Also Es wird viel besser.

00:21:20: Für eine Teilzeit ist viel gängiger.

00:21:22: ich erinnere mich jetzt nicht des ersten Mal Führungskraft werden wollte bei Fraunhofer Da gab es auf jeden Fall noch Männer, die gesagt haben ah ja eine Frau mit dreißig in Führung ist immer blöd weil sie kriegen dann den nächsten Kindern.

00:21:32: und für einen Teilzeit ist einfach nicht sinnvoll oder nicht möglich.

00:21:38: Das ändert sich alles würde ich sagen auch geteilte Führungen.

00:21:41: da haben wir viel bessere Konzepte heutzutage und das wird immer besser verstanden.

00:21:45: dass das möglich ist und sogar mehr Werte mit sich bringt weil ich habe wenn jemand sechzig Prozent arbeitet steht aber trotzdem die ganze Intelligenz dieser Person zur Verfügung nur weniger Zeit.

00:21:55: Es ist ja nicht so, dass ich nach Arbeitsschlussaufhöhre zu denken und zur Kitze allen anderen Menschen auch.

00:22:00: Also diese sogenannten Wissensarbeiterinnen sitzen zwar eine bestimmte Zeit am Schreibtisch aber Innovationen entstehen ja auch unter der Dusche beim Laufen bei der Kinderbetreuung.

00:22:11: das ist es ja nicht wie am Bank stehen und Sachen abarbeiten wo die Arbeitszeit gleich auch wirklich der Wertschöpfung entspricht.

00:22:19: Und ich denke, da ist es schon noch so.

00:22:20: Es ändert sich viel aber auch sehr abhängig von welcher in welcher Bubblemann man ist wieviel sich da eigentlich wirklich ändert?

00:22:27: Ich kann auch einige erfolgreiche Frauen wo die sagt du einfach das Rollenmodell umgedreht wurde und der Mann die Kehrarbeit macht.

00:22:33: Aber wenn wir jetzt bis auf das biologische Geschlecht haben Die eigentlich ganz klassische geschlechter rollen nur dass aus biologischer geschlecht Umgedrehte

00:22:42: ja

00:22:43: wirklich besser weiß ich nicht.

00:22:45: vielleicht Ein Zwischenschritt.

00:22:47: Schöner wäre es natürlich, wenn's besser noch besser vereinbar ist.

00:22:50: Genau dazu gehören zum Beispiel auch steuerliche Änderungen.

00:22:52: die müssen auf jeden Fall passieren.

00:22:53: Ihr Gartensplitting ist sicherlich was wir in der Form wie es bisher war eigentlich nicht mehr brauchen sollten in der Zukunft.

00:23:00: Das klingt für mich vor allem aber so als ob auch da wieder und das haben wir im Podcast immer mal wieder gehabt dass eine mögliche Veränderung die vielleicht auch angestrebt werden müsste von den Menschen die in Verantwortungspositionen sind häufig an so einer Art von Verzichtsfrage hängen bleiben.

00:23:17: Also was ich damit meine ist, statt wie du es jetzt gerade gesagt hattest zu denken kann man's ganz neu denken.

00:23:24: Denkt man dann eher in einem Muster von naja da ist das Geschlechtsmodell einfach umgedreht, das klassische Rollenverhältnis wird ungetauscht.

00:23:30: Und statt das zu denken, wie kann man können davon alle profitieren?

00:23:34: Also von Unternehmen bis hin zu den Privatpersonen oder den Individuen die in Führungsrollen kommen.

00:23:40: Erklärt man das zu einer Verzichtserklärung und sagt naja es geht ja gar nicht!

00:23:42: Wenn man das machen würde dann würde das und dass dabei verloren gehen auf dem Weg.

00:23:45: Das finde ich irgendwie interessant, dass es immer bei Veränderungen mitschwingt.

00:23:50: Dass es immer verkauft wird als bedeutet eine Verschlechterung also ein Opfer was gebracht wird Finde ich, klingt da jetzt auch wieder mit.

00:23:58: Wirdst du das so sehen oder erlebst du das selbst?

00:24:01: Oder denkst du, da ist nichts dran?

00:24:03: Ich glaube es ist kein Opfer!

00:24:04: Es ist ein gesellschaftlicher Mehrwert für die Männer.

00:24:06: Also aktiver Vater zu sein ist ja ein Mehrwert.

00:24:09: dieses Bild was wir früher von Männern hatten diese Rolle die reserviert war als der Versorger Das ist ja auch nicht freiwillig gewählt von allen.

00:24:16: also viele wollten vielleicht gar nicht fünfzehn Stunden die Woche arbeiten und die Kinder nur im Wochenende sehen.

00:24:20: das ist ja keine Mehrwert Ihnen vorgeschrieben wird, was Sie machen müssen implizit.

00:24:28: Es gab kein Gesetz aber es war ein gesellschaftliches Verständnis und gleichzeitig diese ganzen Zwischentöne die ist ja eigentlich so interessant und buntmachend.

00:24:37: die Gesellschaft sind gar nicht möglich wenn wir sagen das ist weiblich, dass ist männlich.

00:24:41: sehr viel interessanter als dazwischen zu sehen.

00:24:43: und ich habe einen Beispiel wo ich auch gemerkt habe sich als Frau selber Frauen Manchmal diskriminiere und mir das schwer fällt.

00:24:51: Also es fällt vielleicht leichter als Männern, das nicht zu tun.

00:24:54: aber ich hatte eine Mitarbeiterin bei Frauenhofer.

00:24:56: die hat immer relativ leise gesprochen Nicht so dass man sie nicht verstehen konnte Aber dieses wenn jemand anderes gesprochen hat ist sie nicht einfach lauter geworden.

00:25:05: also er hat sich nicht durchgesetzt und hat einfach drüber geredet sondern ist einfach bei sich geblieben.

00:25:10: Und mein erster Puls in der Licht war zu sagen du musst lernen dich durchzusetzen Du musst dir einfach auch mal lauter werden.

00:25:15: und dann habe ich gemerkt Moment Mal.

00:25:17: Das ist das, was ich gelernt habe.

00:25:19: Sich nämlich männlich zu verhalten sich durchzusetzen und laut zu werden.

00:25:23: wir können auch sagen Moment weil wir sollten alle lernen zuzuhören.

00:25:26: warum muss man laut reden um sich durch?

00:25:28: sie kann ja genauso kluge Sachen sagen bloß in der normalen Lautstärke.

00:25:33: und deshalb auch ich gemerkt ich muss mich einfach daran gewöhnen weil es so gewöhnt sein im reinen Männerumfeld zur arbeiten und mich daran anzupassen.

00:25:39: wenn man die eins gefraus macht man das oft automatisch weiter andere strukturelle Sachen gibt.

00:25:44: und wenn eine kritische Masse von dem weniger vertreten im Geschlecht gibt, man sagt ungefähr ein Drittel.

00:25:49: Dann ändert sich die Art der Kommunikation und darauf müssen wir achten das für allen mehr wird weil dann jeder auch so sein kann wie er oder sie ist und nicht es gibt so und so benimmt man sich halt oder so laut redet man also Leute unterbrechen es ja auch keinen Mehrwert.

00:26:04: zum Beispiel was mal eher Männern zuschreiben würde machen sicher auch Frauen.

00:26:09: aber sich durchsetzen finde ich war auch immer so ein Wort Das heißt jetzt steht jemandem weg.

00:26:16: Warum stellt sich denn überhaupt jemand hinter deinem Weg?

00:26:18: Oder redet einfach während du redest.

00:26:20: Da können wir auch sagen, wir ändern einfach die andere Seite oder finden einen guten Umgang miteinander und da sind sehr viele Mehrwerte glaube ich als Gesellschaft insgesamt gut tun.

00:26:31: aber Veränderung ist einfach schwierig für uns Menschen.

00:26:33: Ja

00:26:33: offensichtlich und vor allem wenn es also was ich daran so spannend finde es erfordert ja offensichtlich eine Anpassung an ein Erfolgsmodell das ja ganz offensichtig immer an seine Grenzen stoßen wird.

00:26:46: Also dieses Konkurrenzgedanken, das es kann nur eingeben und sich auch durchsetzen zu müssen was man ja auch gerne mal mit einer vergehenen Männlichkeit bezeichnet so glaube ich.

00:26:56: Das kann jeder aus seiner persönlichen umfeld glaube ich sagen das gibt es einfach dass das ist nicht nur systemisch dann das kann man auch individuell in seinem eigenen Umfeld beobachten das ist halt häufig.

00:27:08: erwartet wird, dass man sich durchsetzt.

00:27:09: Dass man stärker ist und weniger integrativ vielleicht ist und eher den Ellbogen-Gedanken

00:27:13: ausfährt.".

00:27:14: Und das ist natürlich superkomplex, stelle ich mir vor.

00:27:16: da führte nämlich auch die nächste Frage in sich in dieses System nicht mit diesen Regeln durchzusetzen, die andere Leute gemacht haben, die Männer gemacht haben im Zweifel.

00:27:26: Dann wäre die Frage an dich du hast jetzt ja ein Beispiel auch schon genannt wo es dir selbst begegnet wurde?

00:27:30: Wo du das Gefühl hattest, du bist anders behandelt worden wie bist du damit umgegangen auf dem Weg hin zu einer Führungskraft.

00:27:39: Also einmal schon dieses ganz konkrete, dass ich als Frau nicht vorgesehen war als Führungskraft in dem Alter da habe ich schon gedacht boah puh das ist mein Kinderwunsch war nicht so ausgeprägt zum Beispiel.

00:27:50: aber ich hatte auch wirklich keine Lust das mit meinen Vorgesetzten zu diskutieren weil es ein bisschen unpassend fand.

00:27:56: Das will man selten mit seiner Familie diskutieren also dann erst recht nicht mit seinen Vorgesetzte

00:28:01: Ja, und auch ich hätte das.

00:28:03: Ich wäre gerne nur nach Qualifikation beurteilt worden.

00:28:05: Ich muss aber sagen dass zum Beispiel bis Ende von meinem Studium hatte ich eigentlich weitestgehend das Gefühl gleichberechtigt zu sein und genauso schlau zu sein wie man auch gar nicht so unterschiedlich behandelt worden sind weil ja immer sehr gute Lehrer hatte die da gar keinen Unterschied gemacht haben in der Begabung.

00:28:22: also ich bin auch mit einem Selbstbewusstsein aufgewachsen.

00:28:24: Ich kann alles werden.

00:28:25: Ich muss mich nur richtig anstrengen, habe ich immer

00:28:27: gedacht.".

00:28:28: Und das habe ich relativ lange beibehalten und in den ersten Jobs gemerkt, dass Männer das gar nicht so sehen, wo ich dann total irritiert war und dachte, hey aber warum denn?

00:28:36: Das hat bis jetzt auch gut funktioniert!

00:28:43: Wenn man das selber nicht denkt, macht man es auch schwieriger, anderen Leuten einen zu behandeln merke ich immer weil ich im Zweifelsfalle gar nicht verstanden hab am Anfang wenn Männer das vielleicht gemacht haben Es gab dann so Momente, wo ich bei Fraunhofer eine Fortbildung für Kommunikation in Männer berufen gemacht habe.

00:29:00: Die war natürlich ausschließlich für Frauen.

00:29:02: Das hat mein direktes Büro im Feld was nur Männer waren total verunsichert!

00:29:06: Sie haben mich tagelang gefragt was wir da besprochen haben ob wir das Institut unterwandern?

00:29:11: Was wir über Männer geredet haben und sowas wie sexuelle Belästung gäbe es ja bei uns sowieso überhaupt nicht.

00:29:16: Und da hab ich gesagt hey statistisch gesehen, tausend dreihundert Leute an einem Institut, natürlich gibt's doch statistisch Aber das hat die total beschäftigt, ein bisschen zu so witzend wie ich will.

00:29:26: Auch mal sexuell belästigt werden, wo ich dachte, nein, niemand möchte belächtigt werden!

00:29:31: Und denen war das glaube ich gar nicht klar was sie da sagen.

00:29:36: Man muss fast schon sagen eine andere Zeit?

00:29:37: Ich glaub, da hat sich auch viel geändert aber es ist mir vor nicht allzu langerzeitig.

00:29:43: Ich mache extra einen Namen, sondern bei einem potenziellen Kooperationspartner von uns in einem Videocall haben wir am Anfang so rumgeflaxt und ein bisschen Smalltalk paar Witzchen, da bin ich ja auch immer ganz gut in.

00:29:54: Beziehungsaufbau ist eigentlich meine Stärke.

00:29:56: und es hatten alle so einen Hintergrund gebrandet von ihrer Firma.

00:30:00: Und dann habe ich gesagt, das kann nicht auch!

00:30:04: Ich hatte ein retail T-Shirt an und darüber was langes und hab gesagt, ich ziehe kurz mal Pulli aus und ich hatte hier ein T-shirt runter.

00:30:11: und in dem Moment hat jemand gesagt aber dann lasst die Kamera an Und ich hab selber überhaupt nicht gemerkt, was der gesagt hat.

00:30:18: Er war dann so total verplext und hat natürlich auch gesagt, hey, das ist ja total seltsam!

00:30:25: Und dann habe ich auf jeden Fall danach mit meinem Kollegen besprochen, der im Call war... ...und er hat es nicht so aktiv wahrgenommen.

00:30:32: Das passiert dem manchmal.

00:30:33: Dann haben wir echt besprochen die gehen wir damit um weil ich habe schon gemerkt krass ich will das auch nicht stehen lassen Ich komme damit normalerweise gut zurecht, aber

00:30:43: dieses

00:30:43: Systemische das ist kein angemessener Kommentar.

00:30:47: Also in keinem Kontext beruflichen sowieso nicht.

00:30:50: es ist angemessen und habe im nächsten Call angesprochen was ehrlich gesagt super unangenehm ist.

00:30:58: Das kann ich mir vorstellen!

00:30:59: Und dann war auch die Reaktion nein so etwas würden wir nie machen das kommt in unserer Firma überhaupt nicht vor dass würden wir auch nicht tolerieren.

00:31:05: sie können sich gar nicht vorstellen dass das jemand von ihnen gesagt hat Da ich alle auch gesagt habe, glück hier nicht.

00:31:10: Ich hab's jetzt angesprochen und kann es ja auch nicht beweisen.

00:31:13: Die Person, die es war weiß es vielleicht sogar keine Ahnung.

00:31:16: aber das sind so Sachen wo ich merke wenn wir das System verändern wollen dann müssen wir auch in den Momenten Sachen ansprechen wo es mir selber unangenehm ist.

00:31:25: und auch für mich wäre der einfache Weg gewesen.

00:31:29: Das ist ja nicht so dass sie mich grundsätzlich sonst diskriminiert haben mit meinen Augen das einfach auf sich beruhen zu lassen.

00:31:35: Wäre einfach gewesen!

00:31:36: Aber was anzusprechen?

00:31:38: Anstrengend.

00:31:39: Musst du mich vorbereiten auf den Call und mich zusammenreißen, aber es ist wertvoller am Ende glaube ich.

00:31:45: Und das sind so Punkte.

00:31:46: da müssen wir glaube ich insgesamt oft daran denken auch also Männer wie Frauen dass wir das nicht einfach stehen lassen wenn solche Sachen passieren sondern darauf im Zweifelsfall nachfragen so wie bitte was hast du gerade gesagt?

00:31:57: oder niss ich was überlegen und nicht einfach Dinge so stehen zu lassen?

00:32:01: Das Glück gilt für alle Geschlechter!

00:32:05: Würdest du sagen, dass du in deiner Laufbahn oder in deinem Weg Vorbilder hattest?

00:32:09: In dem Bereich weil ich habe manchmal den Eindruck.

00:32:12: Das durch dieses Ungleichgewicht und die sehr langsam wachsende Zahl von Frauen in Führungspositionen ja auch ein nochmal Druck auf erfolgreichen Frauen lastet sozusagen als Vorbild herhalten zu müssen auf eine Art also.

00:32:27: das klingt für mich immer auch so bisschen danach wenn man Als man in einem Unternehmen ist und es ist jemand an der Unternehmensspitze, den findet man gut.

00:32:34: Dann schaut man sich vielleicht die Persönlichkeiten an oder dann schaut man Sich an was macht er richtig im Umgang mit seinem Kunden?

00:32:39: Was hat er für eine strategische Vorstellung?

00:32:42: Und so ein bisschen ist das ja dann so wenn der Frauenanteil in Führungspositionen so geringe ist, dann ist die alleinige Tatsache dass einmal als Frau schon dieser Position ist reicht also macht sie zu einer Art von Vorbildern.

00:32:53: Hast du selbst vor Bilder gehabt und würdest du sagen dass das nicht auch ein bisschen Ein Problem ist dass wir erstens zu wenig haben und gleichzeitig denn auch einen enormen Druck auf Frauenentführungspositionen setzen?

00:33:04: Ich hatte früher, ehrlich gesagt keine weiblichen Vorbilder.

00:33:07: Ich hatte eine Freundin mit der wir öfters darüber geredet haben ob wir Frühungsvorbilder haben und uns ausgetauscht haben was wir gut und was wir nicht so gut finden.

00:33:17: ich hätte mir mehr vorbilder gewünscht.

00:33:18: ist immer noch so dass wenn ich jetzt in ein paar Austauschformaten mit anderen Geschäftsführenden wo ich mich immer freue wenn Frauen da sind die ein bisschen älter sind als ich oder einiges älters sind, als ich um auch so dieses Gefühl die könnte das dann aussehen in fünfzehn Jahren.

00:33:36: Wie kann sich das Selbstverständnis ändern?

00:33:38: Ich mich als Frau und sowas da ein Vorbild zu haben Ein Bild, wie es sein könnte.

00:33:46: Ob ich dann genauso werden will, ist ja noch was ganz anderes.

00:33:48: Das hatte ich früher wenig!

00:33:50: Jetzt würde ich sagen gibt's schon... ...ist eher so dass ich jetzt mittlerweile einige kenne zum Beispiel die Antip von Davids, die Geschäftsführerin von VD Die für mich auf jeden Fall ein Vorbild ist.

00:34:00: Ich kenn die aber links privat auch durch die gemeinsame Vorstandsetigkeit beim Bundesverband nachhaltig Wirtschaft relativ gut.

00:34:06: und dennoch ist es für mich so ein bisschen auch mal zu gucken ahja okay also ganz anderes Modell Familienunternehmen von Papa und so, aber dennoch was jemand wo ich hingucken und mich ein bisschen orientieren kann.

00:34:21: Das finde ich schon und dieser Druck das muss sich zugeben im Moment da wischte mich in einer guten Phase empfinde ich das als sehr stark.

00:34:29: tatsächlich Ich habe immer eine Phase von vielen Auftritten Vorträgen Podiums Diskussionen die ich mache Und dann ist irgendwann Sommerpause und dieses Jahr war ich auf jeden Fall vor der Sommerpause überlastet Warte nur noch, dass die Veranstaltungen endlich aufhören.

00:34:45: Und dann habe ich mal drüber reflektiert was ist es eigentlich?

00:34:47: Was da so anstrengend ist und das schon dieses... Das Leute, was von mir warten, dass sich die Inspiriere, dass sie ein Bild von mir haben, was ja nicht die ganze Almei ist sondern das ist ein Bild, was es in der Öffentlichkeit gibt und das ist sehr positiv konnotiert in den Kreisen wo ich meistens auftrete.

00:35:07: Das ist wahnsinnig anstrendend das Gefühl, dass Sie da liefern zu müssen Und da weiß ich nicht, ob es ein zusätzlicher Anspruch ist.

00:35:14: Ich hab damit auf jeden Fall immer noch einen Thema das ihr auch mal sehr darauf achtet wie ich dann aussehe.

00:35:19: Vielleicht weniger als manche Frauen im Leben aber insgesamt habe ich das Gefühl zwischen Nicht zu sexy Aber so dass ich mich richtig wohl fühle und dann soll's auch noch zum Unternehmen passen und zur Veranstaltung muss ich viel sitzen, ist die Bühne sehr hoch.

00:35:36: Kann man drunter gucken?

00:35:37: Also Sachen... Ich bin relativ klein, habe ich hohe Schuhe an und ich lauf gar nicht so gerne auf hohen Schuhen aber ich bin da nur eins um sechszig, das ist manchmal schon gut fünf Zentimeter mehr zu haben.

00:35:46: wo ich manchmal denke der gibt es schon Gedanken die sich vielleicht Männer oft gar nicht machen müssen.

00:35:51: Das ist wahnsinnig anstrengend!

00:35:52: Ich empfinde seit immer wieder sehr viel Druck den ich mir selber mache also ist gar nichts du das... der von extern kommt.

00:35:59: Und ich habe letzte Woche mal dazu tatsächlich so einen reflektierten LinkedIn-Post geschrieben, dass ich auch gerade emotional überlastet bin davon jetzt nicht nur von diesem Bild sondern einfach von der Weltsituation um diese Verletzlichkeit zu zeigen weil ich glaube das ist eine der Chancen ist, dass Frauen eher da zuneigen Verletzlichkeiten zu teilen.

00:36:16: mir fällt es nicht besonders leicht aber die Reaktionen sind überragend positiv.

00:36:21: also es gibt natürlich ein paar Lies sagen das gehört nicht auf LinkedIn Cool, dass das mal jemand teilt und ... Das ist auch Menschen die man eigentlich als eher ... Wo man dieses Vorbild.

00:36:35: also vielleicht Leute mich als Vorbild sehen oder mich so als Bild benutzen.

00:36:39: Auch sagen es tut auch gut zu sehen, dass du diese andere Seite hast Und das hilft mir dann zum Beispiel Aber sagst du, ich würde schon sagen Ist da ein gewisser Druck weil ich seltener bin?

00:36:50: Und weil ich auch in vielen Positionen ... positive Skriminiert bin, ne?

00:36:54: Also in manchen Gremien oder so bin ich eher ... ... weil ich eine Frau bin.

00:36:57: Weil man halt gerne ungefähr ... ... Fifty-Fifty hätte und da stinkt immer so ein Teil mit.

00:37:04: Bin ich das nur, weil es eigentlich eine moralische Quote gibt... Wie so einem

00:37:07: Poster-Syndromen.

00:37:08: Ja!

00:37:09: Und das ist ja sowas was sehr verbreitetes bei Frauen also auch.

00:37:12: Wir haben das auch aber Frauen haben es auch angeblich sehr stark.

00:37:16: Ich versuche das nicht zu hinterfragen Aber ähm Ist nicht einfach, ja?

00:37:20: Ja,

00:37:20: das glaube ich Ja interessant ist daran ja wieder, das Stichwort Verletzlichkeit.

00:37:25: Auch da sind wir wieder bei was wo die Gesellschaft und auch die Männer in Organisationen im Privatleben so einen unglaublichen Mehrwert generieren würden ein unglaublich mehr für ihr Leben wahrscheinlich haben würden wenn man bestimmte Dinge einfach mehr zulässt eine bestimmte Offenheit und interessanterweise also knüpft wieder so ein bisschen den ersten Punkt an den du gemacht hast hinterfragt man sich selbst dafür welts um meine.

00:37:46: so interpretiere ich dass was du sagst zumindest Weil einem das System so ein bisschen vorgibt, dass macht man nicht.

00:37:52: Gerade im Unternehmenskontext zeigt man keine Schwäche, lässt man nicht zu, dass man angegriffen ist von was, ist man sozusagen eher stark.

00:38:00: und ich glaube, das ist ja ein so extremer Trugschluss weil wer ist immer stark in seinem Leben?

00:38:05: Wie soll ein Unternehmen immer stark sein?

00:38:07: wie soll jemand der der Spitze eines Unternehems ist, der so einen Druck hat, immer stark seien und eigentlich liegt darin ja unglaublicher Mehrwert dazu zu lassen?

00:38:15: aber vielen Dank, dass du das geteilt hast finde ich super interessant Total nachvollziehen und kann es natürlich auf der anderen Seite nicht nachvollzieren, auch als jemand, der mir schon mal auf einer Bühne stand oder so.

00:38:24: Ich habe mir noch nie Gedanken darüber diese Dinge gemacht, maximal darüber ist der Anzug cool oder nicht?

00:38:29: Kann man hier ein T-Shirt tragen oder nicht?

00:38:31: aber das sind das sind Dinger die die finden nicht statt und ich kann mir total vorstellen dass das von einem selbst kommt.

00:38:38: aber es kommt ja nicht von dir selbst und du bist schuld dafür sondern es kommt ihr von dir Selbst weil Es jahrzehntelang so gelebt wurde, dass man danach beurteilt wurde.

00:38:45: Würde ich jetzt mal vermuten oder?

00:38:47: Ich denke das spielt viel mit.

00:38:48: Dass Mädchen halt auch viel mehr beigebracht wird, dass sie hübsch aussehen sollen zum Beispiel.

00:38:53: Wobei es ja jetzt für meinen Vortrag kein Mehrwert ist ob ich gerade hübch aussiehe oder nicht oder besonders schlank bin oder nicht.

00:38:59: Ist eigentlich egal.

00:39:00: aber dieses Bild, dass attraktiv sein möchte, wo mich auch manchmal Frage für was eigentlich ist.

00:39:07: Ich bin in der festen Partnerschaft und ich muss ja niemandem beeindruckt auf so eine Veranstaltung.

00:39:12: Aber es ist immer da.

00:39:13: Es ist ein Gedankengang, der immer da ist, den ich glaube mein einer Mitgründer Nico sagt das immer so schön des einfachenden Erfahrungshorizont dem man als Mann nicht hat, wo man sowas auch Sinne gibt, so etwas wie eine Quotenregelung an manchen Stellen zu haben weil das Erfahrung sind die können nur Frauen gemacht haben.

00:39:31: zum Beispiel Ich habe das irgendwann mal, haben wir es mal diskutiert in der Firma.

00:39:35: Dass Frauen damit aufwachsen und dass sie das schwächere Geschlecht sind körperlich?

00:39:40: Und das stimmt einfach!

00:39:41: Das ist einfach erstmal so.

00:39:42: Das heißt, wir machen uns viel mehr Gedanken darüber wenn man mit einem Mann alleine ist, dass das einfach passieren kann.

00:39:49: Es gibt eine Statistik darüber, wenn man Männer fragt was ihre größte Angst bei Frauen ist dann ist es ausgelacht zu werden.

00:39:55: Die größte angst von Frauen ist es, dass der Mann sie umbringt.

00:39:58: Ich finde mir, dass man nebeneinander hält, denkt man ja auslachen ist wirklich bitter.

00:40:03: Also umgebracht werden ist schlimmer würde ich mal sagen.

00:40:06: ganz objektiv und das muss man erstmal zur Kenntnis nehmen.

00:40:11: Das ist einfach unterschiedlich nicht besser oder schlechter Das schärft ja auch ganz viele Sinne bei Frauen.

00:40:17: Also sehr bewusstes, daraus entspringt ja angeblich einen Teil dieser Sozialkompetenzen die Frauen immer zugeschrieben werden dass wir Räume sehr gut lesen können weil das für uns essentiell ist.

00:40:27: zu wissen ist es gerade bedrohlich oder nicht und das fördert auch Konsequenzen in einem Unternehmen auch als Führungskraft super wertvoll sind.

00:40:34: Räumen lesen wie ist die Stimmung?

00:40:36: Geht irgendjemandem grade nicht gut?

00:40:38: fühlt sich jemand angegriffen?

00:40:40: Nicht mehr in dieser Bedrohungssituation, sondern einfach menschliche Interaktion.

00:40:44: Ist was, was essentiell ist für gute Führungen?

00:40:46: Wo ich immer denke da sollten wir diese sozialen Kompetenzen total hoch wertschätzen.

00:40:52: Deswegen ist es eigentlich klar dass wir mehr Frauen in Führungsposition brauchen.

00:40:56: Zumal jetzt dazu führen würde das natürlich andere Frauen die im Unternehmen unter den Führungskräften sind eine andere für bestimmte Defizite meinetwegen oder so eine andere Wahrnehmung kommen und andere Chancen bekommen das auszugleichen.

00:41:08: weil Wenn man einen bestimmten Wahrnehmungshorizont als Mann nicht hat, dann hat man für die Mitarbeitenden, die unter einem arbeiten.

00:41:15: Für einen bestimmte Teil von deren Lebensrealität ja überhaupt kein Gefühl.

00:41:19: und selbst wenn man sich noch so sehr bewusst macht dass es systemischen Problemen gibt Dann das nachzuempfinden diese Empathie zu besitzen für einen teil der lebenswirklichkeit ist Ja ganz essentiell.

00:41:28: und was ich so spannend finde wenn du das sagst ich denke manchmal Ja für Jahr wiederlegt man mehr geschlechter Theorien, dieses Jäger-Sammler-Prinzip zum Beispiel.

00:41:38: Wo glaube ich unglaublich viele Menschen ihr Bild von Männern und Frauen drauf aufbauen dass Männer jäger sind und Frauen sammler was jetzt glaub ich schon Jahrzehnte widerlegt ist oder das Stärke Attribute der Stärke bestimmte Dinge sind die Männern zugeschrieben werden so das historisch gesehen auch in unserem Urwesen alles gar nicht so angelegt ist.

00:41:56: und ich finde es so faszinierend als Feststellung dass du das so beschreibst und wir uns eher auf die theoretischen gar nicht mehr bestätigten Modelle fokussieren statt auf die tatsächliche Lebensrealität, wo Stärken wirklich liegen von Frauen und Männern.

00:42:11: Und danach nicht gehen.

00:42:12: Das irgendwie muss ich da gerade schon denken das ist auch wieder so.

00:42:14: man geht eher nach dem was man annimmt als nachdem was eigentlich belegt ist.

00:42:18: sag ich mal Jetzt ist es so, dass der Frauenanteil in Vorständen Börsen notiert und daneben stagniert.

00:42:24: Du hast ja vorhin davon gesprochen, dass du schon eine Verbesserung wahrnimmst was diese Wahrnehmung von Familie und Karriere angeht.

00:42:30: aber wenn man sich jetzt die Vorstandsebene anschaut dann sagt zum Beispiel auch die deutsch-schwedische Arbeit Stiftung das da eine Krisenlehmung herrscht.

00:42:42: wie nimmst du da aktuell den Zustand war?

00:42:45: Und hast du dafür eine Erklärung, was vielleicht auch diese Krisenlehmung ob da etwas dran sein könnte?

00:42:49: Ich nehme es auch so wahr das gerade starkeniert.

00:42:52: Auch die Offenheit gegenüber Quoten oder sich selbst Quoten aufzuerlegen als Unternehmen singt habe ich das Gefühl vielleicht auch ein bisschen getrieben durch die US-Regierung, dass auch Diversity-Programme nicht mehr so genannt werden.

00:43:07: Wenn man in den USA aktiv ist sehen wir bei deutschen DAX Konzerne Telekom und sowas haben das ja auch alles zurückgenommen oder nennen es anders wie auch immer man das formulieren möchte weil die USA einfach ein wichtiger Markt sind für so große Konzerner.

00:43:22: deswegen würde ich sagen das sehe auf jeden Fall.

00:43:25: Eine der Erklärungen, die ich für mich immer habe ist immer wenn viel Veränderung sind was gerade passiert.

00:43:30: Also unser Lebensrealität verändert sich sehr schnell und ob durch KI technologische Wortentwicklungen viele Dinge ändern sie einfach das Klima ändert sich.

00:43:40: nur wer kring als andere Themen?

00:43:43: Immer wenn es viel Verinnerung ist wünschen Menschen sich Sicherheit Und eine Sicherheit ist halt Sachen so zu machen wie wir sie bisher gemacht haben.

00:43:51: also Also so banale Sachen, die nicht umzuziehen bei meiner Wohnung kenne ich.

00:43:56: Und da könnte man auch sagen das Patriarchat oder die ausgeprägte Männer-Entführungsposition sind... Das haben wir ja die letzten Jahrhunderte gemacht?

00:44:04: Jetzt müssen wir ja nicht alles auf einmal ändern so ein bisschen.

00:44:07: Wer hat sich ja gerade so viel geändert?

00:44:09: Das reicht vielleicht doch mal.

00:44:09: jetzt lassen wir das mal so dass es gar nicht so reflektiert ist sondern einfach dieses Gefühl Ich hätte lieber, dass irgendwas bleibt wie's is.

00:44:18: Nen Grundbedürfnis von Menschen mit sehr vielen Veränderungen gleichzeitig schwer umnähen können und uns das verunsichert.

00:44:26: Genau, Sicherheitsbedürfnisse sind Grundbedürbnisse von Menschen?

00:44:28: Ich würde sagen in Deutschland haben wir sehr viele Sicherheit, also ein bisschen sozial abgesichert, diese medizinisch gut abgesicherte Kriminalität ist extrem gering!

00:44:38: Und trotzdem machen unsere große Veränderung Angst.

00:44:43: Klimaangst ist ja auch ein Begriff tatsächlich heutzutage.

00:44:46: oder sowas wie einen rechter Backlash den wir sehen gegenüber dem progressiven Entwicklung in der letzten Jahrzehnte macht auch vielen Menschen Angst.

00:44:53: verunsichert mich auch total, wo man sich fragt.

00:44:56: Habe ich so wie falsch verstanden?

00:44:57: Wie die Gesellschaft in diesem Land funktioniert?

00:45:00: und ich denke das ist, dass zu erklär ich es nicht mehr immer ein bisschen und dann gleichzeitig diese Mehrwerte, die wir besprochen haben vielleicht intellektuell teilweise verstanden sind aber ist ja dennoch für einige vielleicht sogar viele Männer Persönlichem Kontext heißen kann, dass bei gleicher Eignung wird die Frau genommen.

00:45:20: Heißt ja auch, bei Gleiche Eignungen werde ich als Mann diskriminiert.

00:45:23: Also ich habe schlechtere Chancen weil ich muss besser sein als die Frau.

00:45:27: Das ist ja was das kannten wir sonst immer nur anders herum und das ja auch für ganz viele Männer vielleicht ein sehr negatives Erleben ist davon Wo es vielleicht auch eine Art Gegenwehr gibt, die ganz natürlich ist.

00:45:38: Also ich kann die sogar nachvollziehen und das fühlt sich bescheuert an dem Moment.

00:45:43: Auch wenn man dann sagt ja Jahrhundert hat wir Patriarchat aber für den einzelnen Mann macht das keinen Unterschied, wenn er den Job nicht

00:45:49: kriegt.

00:45:51: Ja das stimmt.

00:45:52: Das ist natürlich die große Frage.

00:45:54: würde mich immer sehen wie du dazu stehst zu so einer Quotenregelung beispielsweise.

00:45:57: Ich meine ehrlich gesagt sie wurde jahrelang sehr hart und viel diskutiert.

00:46:01: Ich hab das Gefühl, genau wie du sagst es ist irgendwie gar nicht mehr so Thema.

00:46:05: Es gibt Unternehmen die machen das einfach und es gibt Unternehmen, die sagen ein Glück wird es nicht mehr kontrovers diskutieren.

00:46:11: Wie stehst du dazu?

00:46:12: Und wenn man mal ehrlich ist eine wirkliche Benachteiligung auf systemischer Ebene wird ja wahrscheinlich dadurch nicht gerade gefördert gegenüber Männern.

00:46:22: Ich bin tatsächlich für eine Mindestquotenregelung.

00:46:25: Ich war ganz lange dagegen, weil ich auch gedacht habe, man sollte Frauen nicht befördern, weil sie ne Frau sind, sondern weil sie gut sind.

00:46:32: Das haben wir jetzt aber auch schon, weiß ich nicht, dreißig Jahre probiert oder so und wir sind da wo wir sind.

00:46:37: Und ich würde sagen, lass uns mal die Quote einführen!

00:46:39: Die muss dann niemand sagt, die muss fünfzig Prozent sein.

00:46:41: Lass uns doch fünfundzwanzig Prozent.

00:46:43: So viele gute Frauen muss es geben.

00:46:44: Das kann ja ja das sein.

00:46:46: Und irgendwann ist es einfach ganz normal.

00:46:48: Wir brauchen nicht mehr ... die Geschlechterneutral machen, mindestens von den beiden Hauptgeschlechtern, die wir so bezeichnen.

00:46:56: Also Männern und Frauen.

00:46:58: Wir müssen ja gar nicht Männern dadurch diskriminieren.

00:47:00: Dann ist es ja eigentlich gleich.

00:47:01: Weil die Grünen oder ich glaube die Linken auch, die machen immer mindestens fünfzig Prozent Frau.

00:47:07: Ich verstehe das.

00:47:09: Aber so müssten wir es ja nicht grundsätzlich überall machen.

00:47:12: Und dann wäre es ja gar nichts diskriminierend für Männer.

00:47:14: Ich bin ehrlich gesagt dafür, weil ich glaube dass es uns hilft systemische Nachteil zu bekommen.

00:47:21: Gleichzeitig muss ich sagen wenn wir von jetzt ab zwanzig dreißig Jahre in die Zukunft gucken wird das hier einen Zwischenschauplatz gewesen sein?

00:47:30: Weil wenn du dir anguckst Abiturnoten Studienabschlüsse Promotionen, also Frauen dominieren mittlerweile was hohe Bildungsabschlüsse angeht.

00:47:41: Sie haben die besseren Noten wie mehr von ihnen studieren erfolgreich weniger fallen durchs Raster weil das Bildungssystem etwas medienfreundlicher ist kann man vielleicht auch sagen aber es ist eine Frage der Zeit.

00:47:51: Also es gibt dieses Beispiel von Krankenhäusern wo Chefärzte sehr fast alles Männer sind und auch teilweise sehr männlich regieren.

00:48:01: Das wird sich erledigen von selber bei Medizinstudentinnen Mehrheitlich weiblich und irgendwann gehen die allen Rente.

00:48:07: Und dann werden die Nachfolgerinnen, da werden einfach viele Frauen dabei sein.

00:48:11: Aber trotzdem müssen wir jetzt weiterhin was ändern.

00:48:14: Ich will nicht davon... Deswegen wäre ich trotzdem für eine Quote aber lassen sie gleich so aufsetzen dass ihr auch die nächsten fünfzig Jahre trägt und dann einfach machen.

00:48:21: Ja finde ich einen total interessanten Punkt weil da sind wir wieder bei diesem Thema Verluste Erzählungen der Sekunde wo das erzählt wird als etwas dir wird was weggenommen?

00:48:29: Das ist ja genau das Was auch rechte Kräfte, autoritäre Kräftemachen ist diesen Backlash der gerade stattfindet zu nutzen und diese... ...diesen extremen Unterschied zwischen Männern und Frauen im Wahlverhalten in den akademischen Leistungen.

00:48:44: In beruflichen Leistungen zum Nutzen und zu sagen guck mal die nehmen euch was weg!

00:48:47: Und das verfängt ja total.

00:48:50: und es ist interessant weil wie du sagst die Idee kann nicht nur sein zu sagen dass erledigt sich von selbst sondern man muss natürlich auch intellektuell davor arbeiten.

00:48:59: Wie lebst du das denn?

00:49:00: selbst als Geschäftsführerin.

00:49:02: Also würdest du, kannst du sagen wie du deinen eigenen Führungsstil bezeichnen würdest um solche Dinge zu stärken?

00:49:07: Kann man sowas sagen oder ist das eine total prätenziöse Antwort die man dann sagt mein Führungstil.

00:49:14: Das weiß ich nicht ob die Prätenzius ist.

00:49:16: Ich nenne meinen Führingsstil diende Führungen dass es dieses Konzept ich glaube gar nicht so sehr in Hierarchien sondern an Rollenverteilungen.

00:49:24: und wenn ich das habe schon bei Frauenhofer gemacht da hab ich das auch so gesagt Job als Führungskraftgeschäftsführerin ist zu einem sehr großen, sehr wichtigen Teil dafür zu sorgen dass meine Mitarbeitenden gut arbeiten können und damit dienen ich vor allen Dingen denen.

00:49:40: Und wenn man sich das so klar macht dann fühlt es sich plötzlich gar nicht mehr so krass an wie ich sagte was sie machen sollen soll und ich sorg auch dafür für eine Umgebung in Büro, Finanzen, Arbeitsverträge, was auch immer, dass Sie gut arbeiten könnten.

00:49:53: also ich schaffe Rahmenbedingungen da tue ja auch ganz viel für Sie also deswegen dienend Und man sieht es klar, also das liegt mir auch viel mehr.

00:50:02: Ich kann zwar klare Anweisung geben wenn jetzt so ganz komplette Sachen mal irgendwas transportieren muss aber im Kontext des Berufsalltags bin ich ja sehr viel Selbstständigkeit.

00:50:12: Ich will dass Leute sich selbst da wirklichen können was Sinnstiftes machen und dass die mitdenken.

00:50:16: Die sollen ja selber denken was sie machen und nicht nur das machen was irgendjemand sagt.

00:50:20: Also für mich egal ob das Frau oder Mann ist.

00:50:22: und da glaube ich ist diese Dienstführung ein gutes Bild um auch quasi wieder so eine Augenhöhe herzustellen, weil ich habe der Definition als Geschäftsführerin Macht über Mitarbeitende.

00:50:32: Ich kann Arbeitsverträge unterschreiben und kündigen oder solche Dinge.

00:50:35: Da ist einfach nur Macht mit verbunden.

00:50:38: Und gleichzeitig aber klar zu machen ohne Mitarbeiter ist kein Unternehmen irgendwas.

00:50:43: Ja?

00:50:43: Also das ist die Geschäftsierung alleine!

00:50:46: ist kein Unternehmen.

00:50:47: Also da findet keine Wertschöpfung statt oder nicht besonders viel.

00:50:52: und wenn man sieht, dass so rumklar macht es eine Geschäftsführung genauso abhängig von den Mitarbeitenden wie die Mitarbeiter von der Geschäftsführung.

00:50:58: Und ich finde das löste diese Bildhierarchie total viel auf in Rollen.

00:51:03: also ich habe diese Rolle.

00:51:05: Ich muss bestimmte Entscheidungen treffen können auch unangenehm sein und ich darf die treffen.

00:51:09: aber ich muss halt auch als ich hab nicht die Freiheit zu sagen ich kümmer mich nicht um Finanzen zum Beispiel Weil dafür hafte ich beispielsweise und auch privat, egal ob GmbH hin oder her.

00:51:21: Und deswegen würde ich sagen, die Beführung ist das Bild mit dem Ich es sehr viel verbinde.

00:51:26: Und mir ist sehr wichtig, dass immer klar ist, dass jeder von jedem lernen kann.

00:51:30: Also ich lerne wahnsinnig viel von den Mitarbeitenden und ich weiß was ich gut kann und ich weiss auch, was sich nicht gut kann.

00:51:37: Und das Gut wenn wir die Aufgaben so verteilen, dass Leute in ihren Stärken arbeiten weil dann sind sie am besten und es macht Spaß.

00:51:44: Würde es so sagen, und ich weiß das ist eine sehr provokante Frage weil wir in Zweifel beide die Antwort kennen.

00:51:48: Aber würdest du sagen diese Art des Führungsverhaltens fällt mehr tendenziell schwerer?

00:51:52: Ich

00:51:52: glaube es wird ihn weniger beigebracht.

00:51:55: Also ob sie ein wirklich schwerer Feld am Ende, bin ich nicht so sicher.

00:51:58: Das ist eine ganz angenehme Art das führen weil es auch ganz viel von dieser Last wächst nimmt dass ich alleine für alles verantwortlich bin.

00:52:05: Es ist ja auch sehr viel Druck auf Führungskräften teilweise und wenn ich das aber mit meinen Mitarbeitenden teile und wir Aufgabenverteilungen machen und die verstehen wo Sie mir zuarbeiten müssen damit ich mein Job gutmachen kann.

00:52:17: Das nimmt ganz viel Druck von mir.

00:52:19: Ich glaube das würde Männern genauso gehen.

00:52:23: Das wird ihr weniger nahegelegt, weil wir von Männern noch mehr erwarten dass sie stark sind als Frauen vielleicht.

00:52:28: Ich glaube wenn Sie es machen fällt es ihnen gar nicht schwerer aber es kommt vielleicht weniger.

00:52:32: natürlich das könnte sein.

00:52:34: Ja ja ist ein guter Punkt.

00:52:37: Ihr arbeitet bei Ouytale mit einem werteorientierten oder werte orientiert.

00:52:43: so für dich die Unternehmenskultur jetzt einfach mal bezeichnen?

00:52:47: Wie würdest du das selbst definieren und was würdest Du sagen?

00:52:50: wie macht das im Arbeitsalltag einen Unterschied?

00:52:52: Also, wertebasiert heißt für uns das was so klassische Unternehmen haben.

00:52:55: Visionen und Missionen haben wir auch.

00:52:58: Wir nennen das Divisional TNA und dies ist fundamental wertbasiert.

00:53:02: also Nachhaltigkeit im Dreiklang, also ökologisch, ökonomisch und sozial ist für uns essentiell.

00:53:09: Das natürlich wollen wir als Unternehmen auch wirtschaftlich erfolgreich sein aber nicht um jeden Preis.

00:53:14: zum Beispiel Dadurch, dass wir soziale und ökologische Nachhaltigkeit so festgeschrieben haben.

00:53:21: Dass wir den Gemeinwohl dienen wollen.

00:53:23: Das wir die Natur so erhalten wollen, das Lebenswert ist auf diesen Planeten auch in der nächsten Generation sind ganz viele Entscheidungen daran ausgerichtet.

00:53:33: Und das macht viele Entscheidung leicht nachvollziehbar, leichter zu treffen, weil man weiß, woran man sie entscheidet letztendlich.

00:53:42: Das zieht sich durch alle Ebenen.

00:53:45: Einerseits hilft es, dass es weniger abhängig von Einzelpersonen ist.

00:53:49: Weil diese Werte festgeschrieben sind würde ich sagen also keine Ahnung.

00:53:54: wir haben so eine Einkaufsrichtlinie haben viele Unternehmen und wir sagen halt na klar die ist klar wertebasiert.

00:53:58: das heißt wenn du irgendwas bei einem nachhaltigen Bürorausstatter kaufen kannst dann kaufst du's einfach da und guck gar nicht ob es das bei den bösen amerikanischen Konzernen für die Hälfte gibt weil das ist halt nicht unser Geschäftsmodell das so billig wie möglich zu bekommen.

00:54:14: Das macht die Entscheidung leicht manchmal, weil man nicht darüber nachdenken muss.

00:54:18: Es ist teurer sondern sagt es gibt das so nachhaltig dann beziehen wir das auch in Nachhaltung.

00:54:23: und es macht auch schwierig unternehmerische Entscheidungen gut erklärt bei den Mitarbeitenden gegenüber weil sie ja wissen nach welchen Werten wir uns entscheiden und dass auch immer wieder sagen können und zu sagen können Wir haben es klar gemacht und genau das Das hilft extrem, würde ich sagen.

00:54:40: Und gleichzeitig sind wir keine Basisdemokratie.

00:54:42: Das haben wir auch gemeinsam so festgelegt.

00:54:44: also es gibt nicht dieses Gefühl alle bestimmen alles mit.

00:54:47: Es gibt schon klare Entscheidungskompetenzen die mit Rollen verbunden sind damit's einfach schnell unter Giel bleibt.

00:54:56: Was ich interessant finde an all dem was du erzählst ist ein Punkt der immer wieder in den Podcast aufkommt egal mit welchen dieser großen Themen wir uns beschäftigen der Privatwirtschaft und Unternehmertum unternehmen eine besondere Rolle in der Gesellschaft zukommt.

00:55:11: Die viele Unternehmen entweder nicht wahrnehmen wollen oder wo sie vielleicht gar nicht verstehen, dass die diese Rolle haben.

00:55:17: also zum Beispiel genießen Unternehmen in der Vertrauenswürdigkeit bei der Bevölkerung auch in Deutschland gerade in Deutschland unglaubliches Vertrauen gerade auch im Gegensatz zu bestimmten politischen Institutionen.

00:55:30: Dinge die im arbeitsalltag gelebt werden, die im arbeitsalltag erlebt werden.

00:55:36: Müssen im zweifel auch im Arbeitsleben irgendwie stattfinden?

00:55:38: Also das ist vielleicht das Vorbild dann für Veränderungen und wenn es da gelebt wird.

00:55:45: Jetzt frage ich mich so ein bisschen du hast... Ich habe einen Ted Talk von dir gesehen wo du sagst Entrepreneurship is the ultimate form of activism also.

00:55:55: Ich höre dass da so ein bißchen raus, dass du die Rolle von Unternehmern Und Unternehmerinnen und von der Privatwirtschaft noch stärker siehst beim Thema gesellschaftliches Engagement.

00:56:06: Verstehe ich das richtig?

00:56:07: oder wie würdest du die Rolle bewerten?

00:56:09: Ich glaube, dass es wirklich nur nicht so unterschätzende Rolle ist weil da sehr viel Vertrauen ist.

00:56:15: Nicht alle aber sehr viele Menschen in Deutschland verbringen ja relevante Zeit in Unternehmen.

00:56:21: Das heißt, wie viel Zeit verbringen Menschen in Vereinen oder anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen als auch im Körnern?

00:56:28: Alles Mögliche was man so macht.

00:56:29: Als Hobby, wie wir das ja Deutschland nennen.

00:56:33: Wir verbringen viel mehr Zeit auf der Arbeit.

00:56:35: D.h.,

00:56:35: dass was wir auf der Arbeiterleben ist total prägend weil es auch in Deutschland hat arbeiten sehr wichtig gestellt wird.

00:56:41: Wir überlegen mal bei Small-Tag auf einer Party wenn jemand kennenlernt... quasi die erste relevante Frage ist, was machst du?

00:56:47: Und was die Deutschen meinen mit, was machst du es, was arbeitest

00:56:51: du.

00:56:51: Also wenn du darauf antworten würdest, ich gehe dreimal die Woche laufen und dann würde man all denken...

00:56:56: Hä?!

00:56:57: Ich wollte wissen, was du arbeite.

00:56:59: Das sind Deutschland extrem wichtig!

00:57:01: Auch nicht allen Kulturen so hoch bewertet aber für uns das sehr wichtig.

00:57:04: Übrigens

00:57:04: auch, wenn du dein Hobby sagst kommt wahrscheinlich verdienst du damit oder kann man davon leben.

00:57:08: Ist auch gerne gesehen.

00:57:09: Ja genau, kann man dabei leben.

00:57:11: Gutes Beispiel also wirklich.

00:57:13: diese Das ist die anerkannte Smalltalk-Frage, würde ich sagen in Deutschland.

00:57:18: Was man immer sofort klären muss.

00:57:19: Es wird auch einfach nicht wissen was wir sonst reden sollen weiß ich nicht aber es hat einen hohen Stellenwert und wir bringen da viel Zeit.

00:57:26: Und diese Ted Talk kam aus einer Zeit von sehr vielen Klimaaktivisten.

00:57:32: aus meiner Sicht weil ich bin keine Aktivistin die sich auf die Straßen klebt das ist außerhalb der Komfortzone.

00:57:38: das kann ich nicht oder würde mir extrem schwer fahren.

00:57:41: Was ich aber kann ist ein Unternehmen führen und damit aktivistisch sein, nämlich Sachen ändern, Transformationen anschliessen und bequem sein auch also zeigen das es anders geht und damit andere Unternehmen vielleicht auch beeinflussen Kundinnen eine Stimme geben die sagen Ich will dass es anders funktioniert.

00:57:56: Und wenn wir jetzt gerade angucken was wir gerade als Unternehmen stark sehen ist dieses demokratische Verschiebungen, die wir gerade sehen.

00:58:05: Dass wir uns nicht mehr sicher sind ob in zwanzig Jahren noch so eine richtige Demokratie haben in Deutschland oder ob wir zu einem Teil gerade wählen sie abzuschaffen.

00:58:13: Da findet gerade eine Bewegung statt.

00:58:14: also wir sind selber haben wir gemeinsam mit anderen Unternehmen hier ein Freiburg verband gegründet.

00:58:19: er ist unternehmen für Demokratie und wir gründen jetzt mit anderen Unternehmensverbänden anderer Bundesländer auch Sachsen-Anhalt Ein Verband der heißt Wirtschaft für Demokratie, wo wir uns explizit dafür engagieren, demokratische Werte im Unternehmen hochzuhalten und zu zeigen dass viele Unternehmen auf demokratischen Werten basieren.

00:58:36: Also Deutschland hat ja keine Basisdemokratie sondern eine repräsentative Demokratie.

00:58:40: ich wähle jemandem und der hat Zeit oder die sich damit auseinanderzusetzen was entschieden werden muss und trifft.

00:58:45: die Entscheidung für mich in den Unternehmen.

00:58:48: Ich wähle keine Geschäftsführung normalerweise aber ich will ja ein Unternehmen oft Und dann arbeite ich für jemanden, der Entscheidungen für mich trifft.

00:58:55: Mit denen ist total fein mit viel weniger Shitstorms als in der Öffentlichkeit oder gegenüber der Politik.

00:59:01: In Unternehmen lernen wir... habe ich das Gefühl können Leute viel einfacher mit Entscheidungen umgehen?

00:59:06: Also ne?

00:59:07: Ich finde es vielleicht nicht gut aber ich hab' vielleicht nachverzogen warum's so is'.

00:59:10: Jetzt ist es entschieden und so ist es halt!

00:59:12: Weiter geht´s.

00:59:13: Das sind wir total gewohnt.

00:59:14: Da sind ganz viele demokratische Prinzipien eigentlich vorhanden und das auszusprechen da haben Unternehmen sich lange schwer getan auch wegen der Historien Deutschland.

00:59:23: Ich bin ja immer unsichern, weil es auch einige Unternehmen da haben die nicht so eine rühmliche Vergangenheit während der NS-Zeit hatten keine Ahnung ob das daher kommt.

00:59:32: aber diese Verantwortung die Unternehmen da habe weil sie große Teilen der Bevölkerung repräsentieren auf einer Art und Weise ich glaube die wird uns erst pöpö klar und da sehen wir schon einen starken Hebel Richtung Nachhaltigkeit aber auch Richtung Demokratie.

00:59:46: halt zum Beispiel sich dazu positionieren weil viele Leute Ja, schon aufschauen zu Unternehmenslenkerinnen und dass einfach Gewicht hat was die sagen.

00:59:57: Und ich denke das darf man nicht unterschätzen und da auch noch Potenzial zu heben, dass Leuten das nicht klar ist wie viel Einfluss da teilweise auch vorhanden ist.

01:00:07: Ja es interessant weil das nicht nur... Ich hatte das ja quasi in meiner Frage so ein bisschen angelegt, dass es nicht nur nach Innen wirkt also in die eigenen MitarbeiterInnen sondern dass es eben natürlich auch ganz stark nach außen wirkt.

01:00:19: bestimmte Unternehmen sicher mehr als andere, aber eine ganz große Vorbildrolle.

01:00:25: Teilweise ja wenn man sich bestimmte Unternehmungen anguckt auch ne ganz große Rolle spielt im Alltag von Menschen.

01:00:30: also da gibt es sicherlich einige Beispiele gerade in Deutschland und so der Industrienation wo viele Marken oder Unternehmen einfach im Alltag der Menschen eine ganz grosse Rolle spielen.

01:00:39: Und das ist ja nichts schlechtes bei sie?

01:00:40: Genau ich finde halt interessant daran und das finde ich machst du sehr gut klar damit.

01:00:45: Ich hab manchmal das Gefühl, es ist so diese Angst davor da was zu verlieren.

01:00:48: Auch da sind wir wieder bei dieser Verlusterzählung um etwas zu verlierern wenn man sich positioniert und sich einsetzt wenn man versucht diese demokratischen Werte noch stärker zu präsentieren, zu positionieren dass man die Angst dvort hat dass man dafür abgestraft wird von den KonsumentInnen dass man dann dafür ein Backlash kriegt oder so.

01:01:06: und ich frage mich immer nicht mal woran liegt das?

01:01:08: Wenn man doch sich eigenen Werten verflehtet ist.

01:01:10: und wie du sagst Nehmen wir mal so ein Beispiel wie die demokratische Infrastruktur, also die Sicherheit.

01:01:15: Dass man einfach frei seinen Geschäft machen kann und dass man verkaufen kann was man möchte solange man sich an bestimmte Regeln hält und das man überall hinziehen kann in ganz Europa und Schengen und all diese politischen Errungenschaften ja auch nutzt.

01:01:27: Also man ist ja auch dankbar dafür, dass es all diese demokratischen Strukturen gibt.

01:01:30: und dann frage ich mich manchmal woher dieser Angst kommt vor den Konsumentinnen eine klare Haltung zu beziehen oder sich stärker dafür einzusetzen?

01:01:40: Und ich glaube, ein Satz den wir echt nicht unterschätzen sollten.

01:01:42: Es gibt in unserem Grundgesetz einen Satz, der ist eigentlich Eigentum oder Besitzverpflichtet.

01:01:47: Eigentum

01:01:47: verpflichtet ja?

01:01:49: Und manchmal denke ich, dass es als Unternehmensführerin auch so bisschen ist ob das Unternehmen mir gehört und dann nicht... Ich habe eine große Verantwortung, großen Macht teilweise auch großen Besitz und das verpflichtete mich aber auch zu bestimmten Sachen also die zum Beispiel nichts zu missbrauchen.

01:02:04: Das heißt noch nicht, dass ich damit aktivistisch sein muss.

01:02:08: Ich denke, das geht damit einher und vielen ist das schon auch auf einer Ebene klar.

01:02:11: Und jetzt wird es halt einfach gerade dringender, dass wir die für Demokratie einsetzen würde ich sagen wenn wir wollen, dass die Rahmendingen so erhalten bleiben.

01:02:18: Und ich sehe gleichzeitig bin ja in einem Wirtschaftsbeirat der Grünen auf Bundesebene Sobald Unsicherheit herrscht bei Unternehmen, zum Beispiel in KI-Fragen.

01:02:27: Wo nicht klar ist sind wir eigentlich total von den USA abhängig.

01:02:30: was macht China?

01:02:31: Die kann es Europa aufstellen.

01:02:32: da wollen plötzlich alle das Europa bestimmte Regulierung erlässt den Marktschütz Sicherheit gibt und denkt ach jetzt da wollen dann Leute plötzlich Regulierungen weil es ein Unternehmen alleine oder auch in Land alleine gar nicht mehr lösen kann innerhalb der Globalisierung.

01:02:49: Und diese Ambivalenzen müssen wir aushalten, aber da sieht man schon das Unternehmen sehr wohl die ganze Zeit von Demokratie profitieren und die wissen das in der Regel auch.

01:02:57: Wir haben jetzt ganz viel gesprochen einmal über die Geschlechtergerechtigkeit, aber eben auch über dieses Thema des nachhaltigen Wirtschaftens und nachhaltiger wirklich auf nicht nur die Ökologie bezogen sondern auch Werte basiert nachhaltig zu Wirtschaften.

01:03:13: Zum Abschluss vielleicht zwei Fragen.

01:03:15: Die eine ist, wenn du jetzt so auf die Politik, die Unternehmen, die Zivilgesellschaft legst welche Veränderungen hältst du aktuell für am dringendsten nötig?

01:03:25: Wo siehst du vielleicht auch das größte Potenzial gerade um ne wirtschaftliche geschlechter Gerechtigkeit zu erreichen und nachhaltiges Wirtschaften etablierter zu machen?

01:03:35: wo siehst Du den großen oder die größten Hebel aktuell?

01:03:39: Einhebel, der klingt ein bisschen unsexisch.

01:03:41: Aber das Teil viel verbunden ist eine sinnvolle Regulierung der sogenannten Plattformökonomie, wozu alle sozialen Medien gehören.

01:03:50: Einerseits weil da sehr viel Erregungskultur stattfindet die teilweise durch Bots aber auch zum Beispiel durch russische Heckeverein oder da brauchen wir gar nicht einen russischen Bots beeinflusst, also von externem Mächten kann in unsere Demokratie eingewirkt werden, Shitstorms erzeugt werden, die gegen Nachhaltigkeit sind oder für bestimmte Interessen und gegen Geschlechter, also gegen Frauen eingesetzt werden.

01:04:10: auf sexualisierte Gewalt ist extrem einschüfternd und auch die Gewalt an Drogen gegenüber Frauen sind ein Vielfaches gegenüber dem was Männer sich in sozialen Medien anhören müssen wenn sie in der exponierten Position sind.

01:04:22: Das schwächt diese Frauen und treibt auch viel dazu das nicht machen zu wollen.

01:04:27: Und das ist total nachvollziehbar weil es nicht nur einen selber betrifft sondern vielleicht auch die Kinder den Partner dass private Umfeld abgesehen von der Angst um einen selber dir berechtigt ist meiner Meinung nach noch eine fundamentale Lehrstelle, dass wir das basierend auf unseren europäischen Werten nachhaltig regulieren.

01:04:47: Dass für uns das nicht dektieren lassen von jemandem wie TikTok die sehr erfolgreich sind mit ihrem Algorithmus muss man ja sererweise sagen der wird ja weitestgehend übernommen auch von den amerikanischen Anbietern aber auch so was zum Beispiel Muss das überhaupt abviert sein?

01:05:01: Das kann auch hauptachtend sein.

01:05:02: Alkohol ist auch nicht abvierzehnt, nur weil es nicht so schlimm ist oder weil wir dran gewöhnt sind, dass es immer so war.

01:05:09: Social Media ist immer noch was Neues.

01:05:11: Dass menschliche Gehirnkanate nicht damit umgehen, dass das wie eine Droge ist aber kein Kater verursacht am nächsten Morgen.

01:05:18: Das ist ja immer gefährlich.

01:05:20: also der Vorteil an sowas wie Alkohl ist, dass man's am nächsten Tag merkt und denkt da war ne echt bescheidene Idee.

01:05:27: Wenn der Mensch damit nicht so gut umgehen kann, dann müssen wir uns gemeinsame Regeln auferlegen.

01:05:32: Das ist gut funktioniert.

01:05:34: trotzdem und da haben wir etwas geöffnet als Menschheit was gefährlich ist für unsere psychische Gesundheit und für unsere Gesellschaften, für unsere Demokratien sowie wie wir sie kennen.

01:05:42: und das muss reguliert werden.

01:05:43: und es hätte ganz viele Auswirkungen auf Geschlechtergerechtigkeit weil auch viele Radikalisierungen finden im Aufs Social Media statt Nicht nur, aber viel auch dort.

01:05:55: Und das ist einfach eine große Gefahr die wir nicht ernst genug nehmen.

01:05:58: in meinen Augen und wenn man die als Medien regulieren will was schon mal versucht wurde sagen wir sind keine Medien dann wollten sie jetzt Plattformen reguliert werden haben Sie teilweise gesagt ach so ne wir sind doch eher so wie medien.

01:06:09: Das dürfen uns sich wegnehmen lassen.

01:06:11: Europa ist ein gigantischer Markt mit fast vierhundert fünfzehn Millionen potenziellen UserInnen, auf denen will aktuell noch niemand verzichten.

01:06:18: Wir haben das mit deutschen Datenschutz gesehen der auf EU-Ebene ausgerollt wurde und im weitesten Sinne wurde viel Datenschutzwelt weit davon übernommen.

01:06:26: nicht eins zu eins aber die Basisgrundsätze weil es halt auch keinen Facebook für USA gibt und einen Facebook für Europa sondern das ist ja das gleiche.

01:06:35: Also exportieren wir auch unsere Werte auf Nadlwald.

01:06:37: Und das glaube ich, da wäre Regulierung wirklich noch zukunftsweisen und ich glaube viele Leute wünschen sich da Orientierungen so wie wir es bei Drogen oder ähnlichem ja auch so haben.

01:06:49: Genau.

01:06:49: Das wäre glaube ich tatsächlich soziale Medien vernünftig regulieren.

01:06:52: Wer für mich der wichtigste Faktor?

01:06:54: Es ist übrigens auch ein total sinnvoller Bogen.

01:06:57: wieder zum Anfang, diese Spaltung oder diese Trennung zwischen Mann und Frau.

01:07:02: Und so ist ja auch im sozialen Netzwerken einfach ganz klar Sprühe über das was angesprochen.

01:07:06: Diese Misogonie, dieser Menespiel die sich da bildet... Das ist ja eine Internetphänomene also quasi wirklich wo Frauenfeindlichkeit sich organisiert und das ist sicherlich ein guter Punkt.

01:07:18: Klasse dass wir es noch drin haben!

01:07:21: Zum Abschluss die Anstifter.

01:07:32: Wir versuchen natürlich möglichst wegzukommen von diesem Gedanken, das Individuum sollte den Gedanken entwickeln.

01:07:40: Ich kann etwas ändern und dann erkennen oh alleine kann ich es nicht tun.

01:07:43: aber was es braucht ist ja das Gefühl von Selbstwirksamkeit und des Gefühl von ich kann eine Veränderung mitgestalten oder ich bin Teil einer Veränderungen und ich kann vielleicht auch etwas bewegen.

01:07:55: Was denkst du können Menschen Selbst tun, wo können Sie selbst Verantwortung übernehmen?

01:08:01: Ob jetzt als Gründerin, als Führungskraft.

01:08:03: Ich gehe mal davon aus dass paritätische Teams bei euch beispielsweise einen ganz anderen Effekt haben, als es nur von Männern oder nur von Frauen besetzte Teams haben.

01:08:12: also was können vielleicht auch mitarbeitende konkret tun um gerechtere Strukturen mitzugestalten?

01:08:18: Ich glaube, die Antwort ist in der Frage enthalten.

01:08:20: Entscheidend ist gerechtere Strukturen zu verlangen und nicht alle Verantwortung aus Individuum abzuschieben.

01:08:26: Das haben wir im Klimabereich gesehen mit dem CO-Footprint.

01:08:29: dabei ist der Handprint viel entscheidender.

01:08:30: also was für systemische Eränderungen kann ich erwirken?

01:08:36: Gesellschaft und der Individuen sehr viele Veränderungen bewirken können, wenn man sie halt auch mal anfragt.

01:08:41: Wenn man mal danach fragt warum ist das eigentlich nicht anders?

01:08:44: Oder ich pende an, dass wäre es richtiger nicht nur für mich sondern für alle oder vielleicht gar nicht für mich, sondern für andere, wenn ich Ungerechtigkeiten sehe Verbesserung siehe die Anzusprechen und ein zu fordern.

01:08:55: Ich glaube, das kann jeder Mensch machen völlig unabhängig ob's für einen selber gerade von Vorteil ist oder sowas einfach sagen.

01:09:03: Warum soll ich denn nicht das System ändern können?

01:09:05: Das System wurde auch nur von irgendwelchen Menschen erschaffen.

01:09:08: Und da sich nicht nur als Konsument vom System der Organisation zu empfinden, sondern als mitgestaltende Person.

01:09:16: Ich glaube, dass ist der größte Hebel und damit kann man am Ende systemische Veränderungen bewirken.

01:09:22: Ich würde vermuten so sehen, dass Führungskräfte natürlich nur meiner gesonderten Verantwortung sind wahrscheinlich.

01:09:28: Sowas auch vorzuleben oder das zu ermöglichen?

01:09:30: Weil ich meine dann hat man ja tatsächlich ganz spürbar direkt eine Einfluss auf das Leben von anderen Leuten.

01:09:35: Genau da ist natürlich auch ne größere Verantwortung.

01:09:37: damit also als Führungskraft-Geschäftsurin hat man viel Einfluchs auf das leben von anderen Menschen.

01:09:43: Gleichzeitig lerne ich einfach diesen ganzen Menschen.

01:09:45: Und ich merke schon auch, dass es Einzelne gibt die immer wieder solche Sachen anstoßen und nicht dazu auch bewegen vielleicht Sachen umzusetzen, die aber nicht umgesetzt hätte wenn der Impuls nicht von irgendwo her gekommen wäre.

01:09:55: Es ist ja nicht so das man die ganzen Ideen alle selber hat sondern ganz viele kommen ja von anderen Menschen und da schätzt man glaube ich oft was einzelnen Menschen mit ihren Aussagen oder Forderungen wirklich bewirken können.

01:10:06: Das würde ich immer gerne hochhalten.

01:10:09: Einfach nur anzusprechen, dass man sich paritätische Führungskräfte-Besetzung wünscht oder wünsht das alle gleich bezahlt werden.

01:10:17: Das kann man nicht erzwingen aber man kann es ja zumindest mal ansprechen und damit überhaupt Systemveränderungen versuchen mit zu begleiten.

01:10:26: Da haben Führungskräfte eine exponierte Position.

01:10:29: die sind auch am Vorbildcharakter ganz klar.

01:10:33: Ich finde, alle Mitarbeitenden können mitgestalten und alle Menschen der Gesellschaft können mit gestalten.

01:10:38: Und so sollten wir auch leben – das ist unser Unternehmen von uns allen!

01:10:41: Wir alle sollten es

01:10:42: gestalten.".

01:10:43: Das lassen wir mal genau so stehen.

01:10:45: lieber einmal ganz herzlichen Dank.

01:10:46: Es war immer eine ganz große

01:10:47: Freude.

01:10:48: Vielen Dank.

01:10:53: Das ist ein Podcast der Service-Gelle für Stiftung und Philanthropie von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz BMZ.

01:11:10: Produziert wird der Podcast vom Studio ZX einem Unternehmen des Zeitverlangs.

01:11:15: Mein Name ist Jonas Ross – ich bedanke mich sehr fürs zuhören und bis

01:11:19: zum nächsten Mal!

01:11:32: Weitere Infos finden Sie auch in den Shownos jeder Podcast-Folge.

01:11:36: Dort verlinken wir Ihnen auch die wichtigsten Quellen zu dieser Folge!

01:11:39: Wenn Ihnen der Podcast gefällt, bewerten Sie ihn gerne und abonnieren sie ihn um keine weitere Folge zu verpassen.

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